Ein Rückblick . . .

für Leute die wissen möchten, wie alles begann.

Wo heute unsere Platzanlage beheimatet ist, war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein Sumpfloch mit der Lagebezeichnung "Unter den Hufen".

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde dieses Sumpfloch durch das Bergwerk Rheinpreußen mit Kesselasche verfüllt und dem Fußballverein "Union 1910" als Trainingsplatz zur Verfügung gestellt. Auch dieser Verein hatte als Vereinsfarben "Grün-Weiß".

Durch Kriegseinwirkungen wurden sämtliche Unterlagen des Clubs bis 1945 vernichtet, so dass für diesen Teil überwiegend auf mündliche Überlieferungen zurückgegriffen werden muss.

1931 Am 23. April gründeten 12 tennisbegeisterte Homberger Bürger und Bürgerinnen den Verein. lt. Protokollbuch der Schriftführerin Frl. Lisbeth Ingendoh waren dies:

Paul und Konstanze Maas

Alex und Erni Maas

Karl und Änne Maaßen

Hans Schulte

Peter Lenzen

Änne Küppers

Else Köhnen

Herta Eller

Lisbeth Ingendoh

Paul Maas wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt

Bereits im Sommer wurde der Spielbetrieb auf zwei Plätzen aufgenommen, allerdings diente noch eine Baubude als Clubhaus.

1932 fanden die ersten Freundschaftsturniere gegen Clubs aus Krefeld, Hamborn, Duisburg, Ruhrort und Oberhausen statt.

1933 wurde wegen der inzwischen angestiegenen Mitgliederzahl ein dritter Tennisplatz angelegt.

1935 Bau des ersten Clubhauses mit Umkleideräumen, Dusche und Toilette sowie einem gemütlichen Aufenthaltsraum und Terrasse.

1944 Ab Oktober mehrmalige Beschädigungen der Clubanlage durch Luftangriffe, die jedoch behoben werden konnten.

1944 im Dezember kam dann das Aus: Clubhaus und Plätze wurden durch einen Volltreffer völlig zerstört. Ein Bombenteppich landete genau auf unserer Platzanlage, es blieb kein Stein auf dem anderen.

1945 im Sommer erste organisatorische Bemühungen, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen.

1946 im Frühjahr wurde der Spielbetrieb auf zwei Plätzen wieder aufgenommen – und wieder diente ein Bauwagen als Geräte- und Umkleideraum.

1947 bereits erste sportliche Erfolge: Im Rahmen einer Sportwerbewoche der Stadt Homberg schließt Frieda Kragt mit dem Gewinn der Stadtmeisterschaft ab.

1948 Auf der Jahreshauptversammlung wird der Bau eines dritten Platzes und die Einrichtung von festen Umkleideräumen beschlossen.

1949 Errichtung der neuen Umkleideräume in "Eigenleistung" und Einweihung des 3. Platzes.

1951 Bau und Einweihung eines Clubhauses mit großzügigen Tagesräumen unter Einbeziehung der vorhandenen Umkleideräume. Dieses Gebäude ist das Herzstück des jetzigen Clubhauses.

1952 fand eine allseits beachtete Werbeveranstaltung für Tennis im allgemeinen und insbesondere in unserem Verein statt.

Hierzu konnten der ehemalige Tennisweltmeister Hanne Nüsslein und der amtierende deutsche Doppelmeister Franz Kautz gewonnen werden.

Hans Nüsslein glänzte durch seine phantastische Sicherheit, mit der er seine Bälle setzte und seine Chancen erarbeitete. Kautz hingegen herrschte mit katzenartiger Gewandtheit auf seinem Feld und ließ kaum einen Stopball seines Gegners fahren. Dennoch nahm ihm der welterfahrene Praktiker die beiden Sätze mit 6:3 und 6:3 ab.

Anschließend gab es noch einen Leckerbissen im Doppel zu erleben. Die beiden Homberger Spitzenspieler Erhard Rube und Heinz Hummel verstärkten sich mit den Gästen, die sich rasch und gut einspielten. Das Doppel konnte letztlich die Paarung Kautz/Rube mit 6:4, 1:6 und 6:4 für sich entscheiden

Der Vorstand im Jubiläumsjahr 1956: Koch, Haferkamp, Hummel, Cooberg, Dobbelstein, Forst und Dr. Prietze

Am 8. September 1956 war es endlich so weit:

Der Vereinsvorsitzende Josef Forst übergibt einen neuen Platz seiner Bestimmung

1958 Abschluß eines unbefristeten Pachtvertrages zwischen Rheinpreußen und dem HTC über eine Teilfläche von rd. 45 a aus der Gemarkung Homberg.

1959 wurden auf unserer Platzanlage die Kreismeisterschaften ausgerichtet. Das bedeutete nicht nur eine organisatorische, sondern vor allem eine sportliche Herausforderung. Beides ist vorzüglich gelungen:

Mit sieben gewonnenen Titeln war "Grün-Weiß" der erfolgreichste Verein. Erfolgreichste Spielerin des Turniers war Hilde Krause mit drei Meistertiteln und einem zweiten Platz, gefolgt von Marion Küppers mit zwei Titeln und einem zweiten Platz.

Zitat DGA (Duisburger General Anzeiger):

Wie so oft in den letzten Jahren stellten die Homberger das Kontingent an Spielern und konnten auch den Rahm abschöpfen. Teilweise kam es dabei zu vereinsinternen Endspielen...

Alle Kreismeister

K.H. Bode, W. Bode, Prietze, Fromm, Gerke, Hegenberg, Dr. Güttges, Steinschen, Heckes, Küppers, Krause, Schroer, Turck, Salloch, Cooberg, Wüsthoff, G Martens

1959 war für die jungen Homberger Tennisspieler ein erfolgreiches Jahr. Sie erreichten das Meden-Endspiel und kämpften um den Aufstieg in die Oberliga, der höchsten Klasse am Niederrhein, in der so renommierte Vereine wie der Rochusclub, Etuf Essen, Club Raffelberg und Blau-Weiß Krefeld spielten.

Trotz der Betreuung durch die "Füchse" Cooberg und Schroer ging das Aufstiegsspiel gegen Moers 08 verloren.

1963 Abschluss der in mehreren Stufen durchgeführten Clubhauserweiterung mit Schaffung eines Jugendraumes sowie von neuen Dusch- und Umkleideräumen für Damen und Mädchen sowie Herren und Jungen.

1964 wurde auf der Jahreshauptversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Damit ging die Ära Forst zu Ende.

Der langjährige Vorsitzende Josef Forst hatte aus gesundheitlichen Gründen sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

Anläßlich des 70jährigen Vereinsjubiläums soll hier an seine Verdienste erinnert und diese besonders gewürdigt werden:

Unter seiner 18jährigen Vereinsführung wurden alle wesentlichen Investitionen wie Bau und Erweiterung des Clubhauses und der Platzanlage durchgeführt. Ihm gebührt deshalb unser besonderer Dank für den Wiederaufbau unseres Vereins nach 1945. In diesem Bewußtsein wurde Herr Forst bereits 1964 von der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

1967 wurde das Gründerturnier ins Leben gerufen. Jeweils 16 Spieler aus acht befreundete Mannschaften kämpften um den Alex-Maas-Pokal für die Siegermannschaft und den Hans-Schulte-Pokal für den Zweitplazierter.

25 Jahre hatte dieses Turnier einen festen Platz in unserem Vereinsleben.

Es war lange Jahre neben den "Pflichtspielen" wie Meden-, Stadt- und Kreis-Meisterschaften der sportliche Höhepunkt der Saison. Für die Spieler bot sich nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch ein fröhliches Beisammensein mit guten Freunden. Die erfolgreichste Mannschaft war Hamborn 07 mit 8 Siegen und 2 zweiten Plätzen. RW Dinslaken belegte mit 5 Siegen und einer Plazierung vor unserer Mannschaft den zweiten Platz.

Nach unserem Sieg im ersten Jahr erlaubten wir uns, noch zweimal in die Phalanx
Hamborn – Dinslaken einzubrechen. Danach verstanden wir uns als gute Gastgeber und begnügten uns fünfmal mit dem Gewinn des Hans-Schulte-Pokals. Ebenso häufig gewann Moers 08 den Pokal des Zweitplazierten.

Von 1967 bis 1977 liegt die Vereinsgeschichte im Dunkeln.

So kann lediglich berichtet werden, daß am 1. Januar 1974 nun die Stadt Homberg durch Erwerb von der Texaco/Rheinpreußen AG neue Grundstückseigentümerin unserer Platzanlage geworden ist.

1977 hebt sich der Vorhang wieder, dank der ersten Ausgabe unserer Vereinszeitschrift "Clubreport" unter der Federführung von Klaus Wolters.

Viele dieser Ausgaben des Clubreports sind bei unserem Clubwirt einzusehen.

2006 Erstmalig finden in Zusammenarbeit mit der Tennisabteilung des HTVs gemeinschaftliche Clubmeisterschaften statt, die bei den Mitgliedern reissenden Anklang finden und als “Homberger-Open” belächelt werden.

2011 In diesem Jahr feiert unser Club sein 80jähriges Bestehen, was gebührend im September gefeiert werden wird.

2013 Am 13.07.2013 darf der Vorstand Martin Rütter (bekannt aus dem Fernsehen) als ehemaliges Mitglied und den ehemaligen Profi Marc-Kevin Goellner auf der Clubanlage willkommen heißen.